

Das war die folkBALTICA 2011
Hauptkonzert Duborg Skolen - Melancholie macht Spaß
mit Ǻresong (N), Exprompt (RUS), Maria Kalaniemi (FIN)
Flensburger Tageblatt | 11. April 2011 | Von Joachim Pohl und Antje Walther
Satte viereinhalb Stunden füllten die drei Bands des Hauptkonzertes mit nordischer Schwermut, östlicher Hingabe und technischer Raffinesse. Synchron-Meister sind „Exprompt“ aus Petroworsk in Karelien. Olga Kleshchenko (Domra), Alexej Kleshchenko (Blalaika), Michail Totskij (Bajan) und Ewgenij Tarasenko (Blalaika-Bass) musizieren wie aus einem Guss und führen professionell durch das Programm. Romanzen und Romantik, Klassik und Neues verquicken die Vier so rasant wie präzise.
Wiedererkennungswert hat unbedingt Gabriel Fliflet: eingebettet in „Ǻresong“ ist der schlaksige Norweger an allerhand Tasten zu Hause. „Wir Norweger können nicht zu lange fröhlich sein - das ist zu schmerzhaft“, sagt er, macht spaßige Miene zum virtuosen Spiel. Geradeheraus singt Benedicte Maurseth (auch Hardangergeige), schön rau Per Jørgensen (wunderbar mit gedämpfter Trompete), Stein Urheim mit weichem Gitarrensound und Kristoffer Vogt am Kontrabass. In ihm wächst das Kecke nach- erfrischend.
Ebenbürtig beschließt Maria Kalaniemi, die häufig gelobte Grande Dame des Akkordeons, und Band das Konzert: leise, weise, wehmütig und schön.
"Kulturhauptstädte vokal" - das große Abschlusskonzert
Flensburger Tageblatt | 12. April 2011 | Von Joachim Pohl und Niko Wasmund
... Kraja, das bedeutet "Ort, an dem du dich zuhause fühlst", und solch ein Ort war die bis auf den letzten Platz gefüllte Flensburger Marienkirche beim Abschlusskonzert "Kulturhauptstädte vokal" am Sonntag Abend. Sonnige bis zärtliche Lieder sangen die vier beeindruckend tonsicheren Schwedinnen - teils dezent begleitet vom norwegischen Saxofonisten Karl Seglem. Etwas experimenteller ging es zuvor beim "Sønderjysk Pigekor" zu, der neben Werken von Carl Nielsen und Franz Liszt viel begeisterten Applaus und Bravo-Rufe für eine moderne und gewagte Komposition mit allerlei Urlauten, Flüstern, Seufzen und Rufen bekam. Der estnische "TV Girls Choir" wiederum verstand es, stimmgewaltige Darbietungen osteuropäischen Liedguts mit einer atemberaubenden Choreographie zu verbinden. ...
folkBALTICA übertraf sich selbst
Flensborg Avis | 12. April 2011 | Von Hans Christian Davidsen
In diesem Jahr hat sich die Festivalleitung entschieden, die Anzahl der Konzerte zu reduzieren. Einfach weil Kräfte und Ressourcen für ein größeres Programm nicht ausreichen. Aber als Resultat kamen mehr Besucher als im Vorjahr.
Kulturhauptstädte vokal: "Himmelske toner"
Flensborg Avis | 12. April 2011 | Von Hans Christian Davidsen
„So etwas erlebt man vielleicht nur einmal im Leben,“ sagte Lisa Lestander vom schwedischen Quartett „Kraja“. Es war gerammelt voll in der Marienkirche, wie gewöhnlich, wenn folkBALTICA zum Abschlusskonzert einlädt. Die Menschen sind nicht dumm. Sie wissen wohl, dass sie etwas Besonderes erwartet und folkBALTICA schafft es immer wieder, die allerbesten Künstler des Festivals in ein Programm zu integrieren.
Der Abend begann mit einem hirtenmusikalischen Dialog von Benedicte Maurseth vor dem Altar und dem Saxofonisten Karl Seglem von der Orgelempore quer durch den Kirchenraum. ... Im Programm des Sønderjysk Pigekor ließ sich das Publikum neben dem mehr traditionellen Material am meisten von der Trolle vertreibenden Komposition des schwedischen Avantgardisten Arne Mellnäs faszinieren.
Der absolute Höhepunkt des Konzertes war der estnische TV Girls Choir, eine künstlerische Spitzenklasse, wie man sie sehr selten in der Marienkirche bisher gehört hat. Die Stimmen der in schönen traditionellen Trachten gekleideten Sängerinnen entwickelten sich prächtig im Kirchengewölbe, riefen Gänsehaut und megakräftigen Beifall bei den Zuhörern hervor. Sie sangen traditionelle estnische Lieder und Werke zeitgenössischer estnischer Komponisten von verschiedenen Positionen im gesamten Kirchenraum. Ein einmaliges Erlebnis.
Im großen Finale kamen alle zusammen auf die Bühne. Sangen einzeln und dann gemeinsam. Das waren himmlische Töne!
Himmlisches "Teufelswerk": Benedicte Maurseth und Fiolministeriet in Büdelsdorf
Kieler Nachrichten | 8. April 2011 | Von Manuel Weber
Trotz ihrer 28 Jahre gilt Maurseth bereits als Meisterin der ehrwürdigen Hardangerfiedel. Ein "Teufelswerk" nach Ansicht der Christen des 17. Jahrhunderts, und so wurde das Instrument bis weit hinein ins 20. Jahrhundert aus den Kirchen verbannt. Gott sei Dank hat eine der Fiedeln den Weg in Maurseths Hände gefunden. Sensibel, einfühlsam, virtuos, streng, akkurat und fokussiert geht sie auf Melodie und Instrument ein, stimmt die Fiedel immer wieder eingehend nach, ohne die konzentrierte und emotionale Atmosphäre aufs Spiel zu setzen. Besonders stark ist Benedicte Maurseth dabei in den kontemplativ-sphärischen, ätherischen, assoziativen Liedmomenten, zu denen auch der wundervoll samtige Alt-Gesang passt.
Vergnügter und leichter geht es beim Fiolministeriet aua Dänemark zu. Doch bei allem Scherz und Kicherei ist die Musik alles andere als eine seichte, oberflächliche Einlassung in die Folklore. Die tchnische Akkuratesse bricht sich Bahn in leuchtend gut gelaunter, erfrischend ungekünstelter Spiellaune. Dem "Geigenministerium" gelingt der Brückenschlag zwischen schwedischem Tanz, traditionellen finnischen und amerikanischen Melodien und Eigenkompositionen.
"Norddeutsche Balladenband" im Flensburger Schifffahrtsmuseum
Flensburger Tageblatt | 11. April 2011 | Von Antje Walther
Bunter geht's nicht: Zwischen die uralte, blutrünstige Störtebeker-Ballade von 1582 und Hänschenklein, das blutjunge Geigerinnen mit alten Hasen in fidelen Folk übersetzen, passten noch karibische Rhythmen, eine TReibholzhymne mit Nymphe und allerlei Schabernack in diese Matinée im Schifffahrtsmuseum.
"Folkfest im Museum": Langballig-Unewatt am 9.4.
Der Schleibote | 11. April 2011 |
Es gab besorgte Anrufe am Vortag. "Was, Ihr wollt das draußen machen?", fragten einige Karteninhaber. Aber immer bei einem Konzert von folkBALTICA im Landschaftsmuseum Angeln in Unewatt, so Leiter Jochen Clausen bei der Begrüßung, sei das Wetter gut. ... Insgesamt erwies sich das Konzert als rundum gelungene Veranstaltung: Wetter gut, Musik toll und 170 zufriedene Besucher.
Das Mitternachtskonzert am 9.4.
Flensburger Tageblatt | 11. April 2011 | Von Niko Wasmund
Ungewohnte Klänge an einem ungewöhnlichen Ort: Auch in diesem Jahr bot das Mitternachtskonzert auf dem Museumsberg Nahrung für experimentierfreudige Musikfans. Beim "Percussion-Zauber" im Treppenhaus entwickeln zwei Norweger und zwei Deutsche Klanglandschaften - stets unter Einbeziehung des begeisterten Publikums. Klatschen, Schnippen, Schreie ausstoßen - soweit zu dessen Aufgaben. ...
Folk-Party: Piirpauke im Kühlhaus
Flensburger Tageblatt | 11. April 2011 | Von Niko Wasmund
Der Herrscher sitzt links am Bühnenrand. Glitzernd gelb gewandet thront er hinterm E-Klavier - und hat doch alles mit Blicken und nickenden Kopfbewegungen im Griff. Kein Wunder - Sakari Kukko steht mit seiner Formation "Piirpauke" seit bald vier Jahrzehnten auf der Bühne und gilt als Mitbegründer der Weltmusik. Dort, wo Folk, Jazz und Ethno-Einflüsse aufeinander treffen, fühlen sich die fünf sympathischen Finnen sichtbar wohl. Das überträgt sich im wohltemperierten Kühlhaus schnell auf eine große Schar enthusiastisch Lauschender. ...
Eröffnungskonzert Flensburg: "Blink" in der St. Johannis-Kirche
Flensburger Tageblatt | 11. April 2011 | Von Joachim Pohl und Antje Walther
Das Flensburger Publikum ließ sich zum Auftakt des langen Festival-Wochenendes skandinavisch verzaubern. Nur mit Geige, Nyckelharpa sowie drei wunderbaren Stimmen füllen die vier Frauen von "Blink" die vollbesetzte Johannis-Kirche mit Klang. ... "Blink" schüttet hier und da ein Fass Melancholie über der Gemeinde aus, kann es aber auch tänzerisch-beschwingt und erschafft mit dem Tango-Stück "Kylatie" eine Art folkBALTICA-Hymne 2011. Nächstes Mal bitte eine zweite Zugabe!
Blink in der St. Johannis Kirche: Die Mädchen sprangen über den Zaun, wo er am höchsten ist!
Flensborg Avis | 11. April 2011 | Von Hans Christian Davidsen
Die Johanniskirche war voll. Kein Gottesdienst, die Leute waren gekommen um zu hören. Aber ohne blasphemisch zu wirken: es war göttlich, was wir zu hören bekamen.
Fünf Flaggen konnte folkBALTICA bei diesen vier Frauen auf die Programmseite setzen, denn die Sängerin Jullie Hjettland, die auch Autoharp spielt, ist halb norwegisch, halb dänisch. Dafür dass sie 2009 den Danish Music Award als beste Folksängerin gewann, ist sie noch wenig bekannt. Aber nicht zu viel auf die Tube drücken – hier ist ein Naturtalent, das alles erreichen kann mit ihrer schamanenartigen Stimme. Blink legten die Latte ganz, ganz hoch. Stimmen und Instrumente bewegten sich in den musikalischen Grenzbereichen. Sehr individuelle und persönliche Ausdrucksformen gingen ein faszinierendes Spiel mit den vier unterschiedlichen Rollen der einzelnen Musikerinnen ein.
Da einzige, was man überhaupt an diesem Konzert auszusetzen hat: es war auch nach 75 Minuten noch zu kurz.
Maria Kalaniemi am 7. April in Broager
Flensburger Tageblatt | 09. April 2011 | Von Joachim Pohl
... Das Publikum, je zur Hälfte deutsch und dänisch, erlebt einen bewegenden Abend mit Maria Kalaniemi, der finnisch-schwedischen Grande Dame des virtuosen Akkordeons. Begleitet von Olli Varis (Gitarre) und Eero Grundström (Mundharmonika, Harmonika) breitet sie im ersten Set einen weichen Teppich aus meditativen Klängen voller dunkler Melancholie aus. Erst kurz vor der Pause rüttelt sie die Zuhörer mit einem fetzigen Folktanz auf, bei dem man erfährt, dass das Harmonium auch mal ein Rhythmusinstrument sein kann - jedenfalls dann, wenn es von Eero Grundström bedient wird. ...
Fliflet/Urheim & Liedertach auf der Ochseninsel
Flensburger Tageblatt | 09. April 2011 | Von Antje Walther
... Ein Meereslied singt Fliflet doch - und ein Liebeslied mit der Sanftheit eines van Veen und vielleicht auch dessen kinderfreundlicher Komik. Den erkrankten Drummer ersetzt Stein Urheim, dessen Gitarre mit wohligem Klang den vielschichtigen Spieltrieb Fliflets trägt. ... Seine Folkstapfen nach einer Zugabe sind zu gewaltig und sympathisch, so dass nicht einmal sechs Musiker sie zu füllen vermögen. ...
Bugge & Jensen Band in Bov: Fette Hits von Lars Tynskids Feld
Flensborg Avis | 9. April 2011 | Von Hans Christian Davidsen
Das Landwirtschaftsmuseum Oldemorstoft war der perfekte Rahmen für diese alte und besonders gute dänische Spielmannsmusik. Das Konzert von Kristian Bugge, Mette Katrine Jensen, Morten Alfred Høirup, Thomas Heedegard und Bjarke Kolerus nahm uns mit auf die Reise an die Ränder Dänemarks und verleitet uns dazu, das abgedroschene Wort vom „Superlativ“ zu verwenden. Denn hier in den abgeschiedenen Regionen finden wir die Volksmusikperlen: in Thy, Fanø, Himmerland, Rebild, Læsø usw. Man muss gar nicht neidisch nach Irland oder Schottland schauen, das hier ist ebenso gut. Die Gruppe spielt im Duo, Trio, Quartett und Quintett, eigene Melodien und Stücke, die in der Schublade lagen, seit Großvater klein war.
Nikolaj Busk & Hal Parfitt Murray im Eckernförder Medborgerhuset
Eckernförder Nachrichten (shz) | 09. April 2011 | Von Sylvia Meisner-Zimmermann
... Ihre Vielfalt und ungebremste Freude am eigenen Musizieren stellten Hal & Nikolaj unter anderem mit einem Potpourri aus vier Stücken vor. Zunächst spielte Nikolaj den finnischen Komponisten Sibelius auf dem Akkordeon - in halsbrecherischem Tempo. Ein irisches Stück folgte - und dann stieg Hal in die Vollen - schottisch, finster, aggressiv und mitreißend war sein Spiel. Nach einer kurzen Stille gab es frenetischen Applaus.
Nikolaj Busk & Hal Parfitt-Murray, Dansk Centralbibliotek: Magische Musik im Dunkeln
Flensborg Avis | 11. April 2011 | Von Hans Christian Davidsen
Man weiß nicht wie oft der Pianist (und vieles Andere!) Nikolaj Busk schon zu den Gewinnern des Danish Music Awards zählte – er ist auf verschiedenen musikalischen Ebenen aktiv, u.a. beim Trio Mio, und zählt zu den allerbesten und talentiertesten Musikern der quicklebendigen dänischen Folkszene. Hal Parfitt- Murray ist Schotte, spielt Geige, kann singen, steppen und unterhält das Publikum auf sehr charmante und sehr britische Art und Weise. Er wuchs in Schottland und Australien auf und absolvierte den Studiengang Folkmusik an der Carl Nielsen Akademie in Odense.
Soweit die Vorstellung der Musiker. Die Musik zu beschreiben ist sehr viel schwieriger. Grundlage ist auf alle Fälle die keltische und dänische Folkmusik, aber dazwischen gibt es jede Menge Abstecher in andere musikalische Welten und kreative Zwischentöne, dass man die Musik einfacher als sympathischen „Schabernack“ bezeichnen könnte. Überraschende Arrangements und höchste Virtuosität von zwei Multiinstrumentalisten. Und dann wurde der der Konzertsaal wirklich zum Kinderzimmer, als Nikolaj Busk neben Glockenspiel und Harmonium auch zum Spielzeugklavier griff. „Music from the edge of the world“ nannten die beiden dieses sowohl parodistische und gleichzeitig faszinierende Stück.
"Fliflet & Urheim" am 6. April in Eckernförde
Eckernförder Zeitung | 09. April | Von Markus Feuerstack
... Aber egal in welcher Sprache Fliflet sang ("Ich kann Finnisch singen ohne den Inhalt zu begreifen"), stets baute er eine fast magische Stimmung auf und verzauberte die Anwesenden, die bei vielen Liedern sichtbar gerne mitgetanzt hätten. Selten war ein so fasziniertes und begeistertes Publikum bei einem Konzert in der Siegfried-Werft zu erleben!
"Mitgenommen in eine andere Welt": Das Ars Baltica-Sonderkonzert mit Benedicte Maurseth und Fiolministeriet
Schleswig-Holsteinische Landeszeitung | 08. April 2011 | Von Reinhard Frank
... Gekonnt und absolut glaubwürdig verkörperte Benedicte Maurseth mit ihrer Kunst die Musik früherer Zeiten. ... Träumerische Melodien, Trance und Eigenhypnose durch die Musik sprach sie an - und wirklich: Wie verzaubert wurde man von ihr mitgenommen in eine andere Welt, weitab von Hektik und Zeitnot. Dennoch lebendig und kraftvoll, wie in den Volkstänzen.
Die drei jungen Damen des "Geigenministeriums" zeigten danach, wie lebendig, ansprechend und mitreißend die Musik eines Streichtrios sein kann. ... Auch sie spielten Musik, die sofort ansprach, bei der man sich wohlfühlte und "dazu gehörte".
"Liedertach" am 6. April in Apenrade
Nordschleswiger | 08. April 2011 |
... Das Publikum im vollbesetzten Emil-Nolde-Saal kam in den Genuss eines außergewöhnlichen Konzertes, das nichts zu wünschen übrig ließ. Im Spannungsfeld zwischen irischen und norddeutschen Folksongs, von Balladen, Reels, lyrischen A-capella-Stücken bis zu Walzern, gespielt auf den traditionellen Folk-Instrumenten Tin Whistle, Concertina, Mandoline, Bouzouki, Bodhran, aber auch auf Akkordeon, Sopran-Saxofon, Posaune und Tuba entwickelte sich eine fantastische und mitreißende musikalische Vielfalt, gewürzt mit teils humorvollen, teils bissigen Ansagen. ...
Klangreise durch die Kulturhauptstädte
Flensburger Tageblatt | 03. März 2011 | Von Joachim Pohl
In Zeiten von YouTube und MySpace ist es kein Problem, von noch so abseitigen Bands und Sängern Musik zu finden und zu hören. Doch die Festivalcrew von Folk-Baltica hat einen viel charmanteren Weg gefunden, die Besucher der Konzerte des 7. Festivals jetzt schon auf die Musik lecker zu machen und dabei gleichzeitig über die Herkunft der Musiker zu informieren.
Noch mehr als in den Vorjahren bot sich in diesem Jahr eine interaktive Klangkarte an. Denn anders als bei den Festivals von 2005 bis 2010 gibt es 2011 keinen Länder-, sondern einen Themenschwerpunkt: Kulturhauptstädte. Die meisten Musiker kommen aus Kulturhauptstädten rund um die Ostsee oder aus solchen, die es noch werden wollen (Sonderburg) oder werden, wie Umeå ...
Ein Festival mit Kochtopf-Musik
Eckernförder Zeitung | 25. Februar 2011 | Von Arne Peters
Wohltemperierte Kochtöpfe und eine Video-Orgel mit den Bildern tönender Menschen - wo sonst kann man solche ungewöhnlichen Instrumente sehen wie beim "Folk Baltica"-Festival. Eckernförde ist zusammen mit dem Hüttener Krug auch bei der siebten Ausgabe des Festivals dabei
Beim Musikfestival "Folk Baltica" geben jedes Jahr Musiker aus den Ländern rund um die Ostsee in der Grenzregion Dänemarks und Deutschlands Konzerte. Diesmal nehmen 148 Musiker aus Estland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Russland und Deutschland an dem fünftägigen Festival teil, die ihre traditionellen Musikkulturen in modernen Erscheinungsformen zwischen Folk, Jazz, Klassik und Weltmusik präsentieren. Sie alle geben an 19 Spielorten auf über 30 Bühnen 42 Konzerte in der Region zwischen Sønderborg und Husum, Flensburg und Salzau. "Doch Folk Baltica agiert nicht nur länder-, sondern auch genreübergreifend", sagt der künstlerische Leiter Jens-Peter Müller. Zum Festival gehören neben dem Film-Special im "Haus" auch noch Ausstellungen, Workshops und Vorträge ...
Folk-Baltica: Schräg, bunt, feminin
Kartenvorverkauf startet
SHZ | 11. Februar 2011 | Von Antje Walther
Frauen und Kulturhauptstädte geben den Ton an bei der 7. Ausgabe der Folk-Baltica. Die Veranstalter haben mit 148 Künstlern aus zehn Ländern so viele Kreative wie nie eingeladen.
Mehr als 100 Frauen sind darunter, deren Zahl auch durch die beiden weltbesten Mädchenchöre in die Höhe schießt, die den Auftakt des Festivals am 8. April gestalten. So sollen unter anderem die Stimmen des Estonian TV Girls Choir und des Sønderjysk Pigekor unter der Überschrift "Kulturhauptstädte vokal" das Alsion in Sonderburg erfüllen. Das Eröffnungskonzert in Flensburg bestreiten "Blink" am 8. April in der St. Johannis-Kirche, in guter Nachbarschaft des Festivalbüros in der Süderfischerstraße. Die vier Folkfrauen aus fünf Ländern - Sängerin Jullie Hjetland hat norwegische und dänische Wurzeln - entsenden das Volk danach zur Folkparty ins Flensburger Kühlhaus ...
Folk-Baltica blickt auf Kulturhauptstädte
Flensburger Tageblatt | 09. November 2010 | Von Antje Walther
Nicht "falls", sondern "wenn" Sonderburg in sieben Jahren Kulturhauptstadt wird, fallen auch mentale Grenzen und nicht nur geographische. Auf diesem Weg bette sich Folk-Baltica, das Ostsee-Anrainer kulturell verknüpft, sanft ein, meint Else Christensen Redzepovic. "Mrs Kulturhauptstadt" heißt sie schon bei den Veranstaltern des Folkfestivals. Die Dänin leitet seit August 2009 das Büro im Alsion, das für Stadt und Grenzregion als Kulturlandschaft leidenschaftlich wirbt und handelt ...


